Kurz vor der Geburt stellen sich viele werdende Eltern dieselbe Frage: Was braucht man wirklich für die Erstausstattung? Zwischen Ratgebern, Empfehlungen aus dem Freundeskreis und Werbung verliert man schnell den Überblick. Diese Checkliste fasst zusammen, was in den ersten Lebensmonaten tatsächlich gebraucht wird – kategorisiert, mit ungefähren Mengenangaben und ohne unnötigen Schnickschnack.
Am Ende des Artikels kannst du dir die Checkliste als PDF herunterladen und zum Abhaken ausdrucken.
Wann sollte die Erstausstattung fertig sein?
Als grobe Orientierung: Ab der 34.–36. Schwangerschaftswoche sollte die wichtigste Ausstattung vorhanden sein, da Babys auch etwas früher als errechnet kommen können. Möbel wie Wickelkommode oder Babybett können ruhig schon früher stehen, Kleidung in der richtigen Größe lässt sich dagegen erst nach der Geburt sicher einschätzen – hier lohnt sich ein Griff zu Erstlingsgrößen (50/56) in kleiner Stückzahl, mit Option zum Nachkaufen.
Schlafen
- Babybett oder Beistellbett
- Passende, feste Matratze
- 2–3 Spannbettlaken (Wechselwäsche einplanen)
- 2–3 Babyschlafsäcke (der Jahreszeit entsprechend)
- Nachtlicht mit gedämpftem Licht
Worauf achten: Auf Kissen, Decken, Nestchen und Kuscheltiere im Bett wird laut aktuellen Empfehlungen zur sicheren Schlafumgebung verzichtet – ein Schlafsack ersetzt die Decke.
Wickeln & Pflege
- Wickelauflage (auf Kommode oder als eigener Wickeltisch)
- Windeln Größe 1 (ca. 2–5 kg), 1–2 Packungen zum Start
- Feuchttücher oder Waschlappen + Wasser
- Wickeltasche für unterwegs
- Wundschutzcreme
- Nagelschere oder -feile für Babys
- Bürste mit weichen Borsten
Baden
- Babybadewanne oder Badeeinsatz
- Badethermometer
- 2–3 weiche Kapuzenhandtücher
- Milde Waschlotion/Shampoo für Babyhaut
Kleidung (Erstausstattung Größe 50/56)
- 5–6 Bodys (Wickelbodys für Neugeborene sind praktischer als Bodys zum Überziehen)
- 5–6 Strampler/Schlafanzüge
- 2–3 Jäckchen oder Pullover
- 2 Mützchen (dünn und dick, je nach Jahreszeit)
- 2 Paar Söckchen oder Baby-Krabbelschuhe
- 1 Overall oder Anzug für draußen (saisonabhängig)
Tipp: Nicht zu viel auf Vorrat kaufen – Neugeborene wachsen in den ersten Wochen oft schnell aus Größe 50/56 heraus.
Unterwegs
- Kinderwagen oder Kombikinderwagen
- Babyschale oder Autositz (falls Auto genutzt wird)
- Tragetuch oder Babytrage
- Wickeltasche mit Wickelauflage
Mehr Details zu den einzelnen Produkten findest du in unseren Kinderwagen- und Autositz-Vergleichen.
Füttern & Stillen
- Stillkissen (falls gestillt wird)
- 2–4 Flaschen + passende Sauger (auch für gestillte Babys als Reserve sinnvoll)
- Flaschenbürste
- Lätzchen (mehrere, für Spucklätzchen und später Beikost)
- Spucktücher (mehrere, werden häufig gebraucht)
Gesundheit & Erste Hilfe
- Fieberthermometer
- Nasensauger
- Fencheltee oder Kümmelzäpfchen bei Bedarf (nach Rücksprache mit der Hebamme/dem Kinderarzt)
- Verbandsmaterial für Kinder (Pflaster in kleinen Größen)
Babyphone
- Audio- oder Video-Babyphone, je nach Bedarf und Wohnungsgröße
Mehr dazu in unserem Babyphone-Vergleich.
Was du (noch) nicht brauchst
Nicht alles muss vor der Geburt angeschafft werden. Dinge wie Hochstuhl, Laufgitter, Beikost-Zubehör oder Kindersicherungen für die Steckdosen werden erst nach einigen Monaten relevant und können in Ruhe später besorgt werden.
Häufige Fragen zur Erstausstattung
Wie viel kostet die Babyerstausstattung ungefähr? Je nach Qualität und Neu- vs. Gebrauchtkauf liegt die Grundausstattung meist zwischen 500 € und 1.500 €. Größere Posten wie Kinderwagen oder Babybett lassen sich durch Gebrauchtkauf oder Leihen oft deutlich reduzieren.
Was kann man gebraucht kaufen, was lieber neu? Kleidung, Möbel und Tragehilfen lassen sich gut gebraucht kaufen. Bei der Matratze und der Babyschale/dem Autositz empfiehlt sich aus Sicherheits- und Hygienegründen eher der Neukauf.
Ab wann sollte die Erstausstattung stehen? Spätestens ab der 36. Schwangerschaftswoche, da der Geburtstermin nur ein Richtwert ist.
📋 Checkliste als PDF herunterladen Lade dir die komplette Erstausstattungs-Checkliste zum Ausdrucken und Abhaken herunter. → Checkliste jetzt herunterladen (PDF)
Dieser Artikel dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung durch Hebamme oder Kinderarzt.